Warum läuten Kirchenglocken?

Weder von wem noch wann die Glocken erfunden worden sind, ist bekannt. Weder in Akten früherer Zeit noch in moderneren Veröffentlichungen kann man exakte Angaben mit einer Jahreszahl finden. Tatsache ist jedoch, dass die meisten Völker unserer Erde schon seit alters her Glocken kennen. Die Glocken kamen sowohl für kultische als auch für Signalzwecke zum Einsatz.
Erwiesen ist auch, dass um das Jahr 300, während der Regierungszeit Kaiser Konstantins, Glocken im Römischen Reich verbreitet waren.
Durch Benediktinermönche fanden die Glocken ab dem 6. Jahrhundert eine grosse Verbreitung in den Klöstern, wo sie mit ihrem Läuten, gemäss der Überlieferungen auf den heiligen Benedikt: „Ora et labora“ – „Bete und arbeite“ – Gebets- respektive Arbeitszeiten anzeigten.
Später wurden die Glocken auch von den Pfarreien für ihre Kirchen übernommen, um damit zum Gebet und zum Gottesdienst zu rufen.
Traditionell läuten die Kirchenglocken vor dem Gottesdienst, um die Gemeinde in die Kirche zusammenzurufen und während des Gottesdienstes zur Wandlung oder beim Segen. Ebenso wird geläutet für Taufen, Hochzeiten, Bestattungen und ähnliche Ereignisse.
Ausserdem gibt es das sogenannte Angelusläuten der katholischen Kirche (morgens, mittags und abends), das die Gläubigen daran erinnert, dass der Engel des Herrn Maria erschienen ist und die Menschwerdung Jesu ankündigte. Es erinnert uns also an dieses grosse heilsgeschichtliche Ereignis sowie daran, dass Gott der Schöpfer der Welt ist und nicht wir Menschen über allem stehen. Das Angelusläuten ruft dazu auf, für einen Moment der Besinnung und des Gebets inne zu halten. Klassischerweise wird dann „Der Engel des Herrn“ (Angelus) gebetet.
Das Pendant dazu ist das Betläuten in den reformierten Kirchen.

Das Läuten der Kirchenglocken hat eine grosse religiöse Tradition. Nebstdem uns die Glocken zum Gebet rufen, warnten sie früher auch vor herannahenden Gefahren wie Feuersbrünsten, Gewittern oder Hochwasser. Auf vielen Glocken sind daher entsprechende Inschriften zu finden zum Beispiel auf der berühmten Schillerglocke im Münster von Schaffhausen: „Ich rufe die Lebenden zum Gebet, ich beweine die Toten, ich breche die Blitze“. In vielen Pfarreien wird noch heute beim Herannahen eines Gewitters mit der Wetterglocke geläutet.

Läutordnung der Pfarrei Rotkreuz

Angelusläuten:
Um 06.00 Uhr läutet die Schutzengelglocke.
Um 11.00 und um 19.00 Uhr wird mit der Muttergottesglocke geläutet.

Anzeigen eines Todesfalls:
Nach der Verkündigung des Todesfalls im Gottesdienst wird folgendermassen geläutet:
Bei einer Frau zuerst mit der zweitgrössten Glocke und nach einer Minute wird das ganze Geläut zugeschaltet.
Bei einem Mann zuerst mit der grossen Glocke und nach einer Minute mit dem ganzen Geläut.

Vorläuten:
Das Vorläuten erfolgt 30 Minuten vor dem eigentlichen Hauptläuten vor dem Beginn des Gottesdienstes.

Einläuten:
Der Sonntag und die Hochfeste werden am Vortag um 17.30 Uhr eingeläutet. Dies gemeinsam mit der reformierten Kirche.

Haupt- oder Zusammenläuten:
Sieben Minuten vor Beginn des Gottesdienstes, worunter auch Beerdigungen, Hochzeiten, Schulgottesdienste etc. fallen, wird zusammengeläutet.

Läuten während gottesdienstlicher Handlungen:
In vielen katholischen Kirchen ist es Tradition, dass während der Messfeier zu den Einsetzungsworten bei der Wandlung geläutet wird. In Rotkreuz ist dies nicht der Fall, auch läuten wir nicht, im Gegensatz zu anderen Pfarreien, bei der Taufe. Hingegen wird bei uns am Schluss des Gottesdienstes, beim Erteilen des Wettersegens, geläutet.

Ein- und Ausläuten des alten respektive neuen Jahres:
An Silvester wird um 23.45 bis 23.55 Uhr das alte Jahr ausgeläutet und um

00.00 bis 00.10 Uhr das neue Jahr willkommen geheissen.
Im Pfarreiblatt oder auf unserer Homepage www.pfarrei-rotkreuz.ch sind die jeweiligen Gottesdienstzeiten aufgeführt, entsprechend können Sie nachschauen, zu welchen gottesdienstlichen Feierlichkeiten Sie von den Glocken unserer Pfarrkirche eingeladen werden.

Geschichtliches:
Unser Geläut besteht aus fünf Glocken, die 1938 in Aarau durch die Firma Rüetschi & Cie. gegossen wurden. Am 17. Juli 1938 wurden die Glocken gesegnet und durch die Schulkinder in den Turm hochgezogen.

Christkönigglocke                                  Tonlage A                    Gewicht 4035 kg

Wetterglocke,
Johannes und Paulus geweiht              Tonlage H                    Gewicht 2867 kg

Muttergottesglocke                                Tonlage D                    Gewicht 1633 kg

Glocke zu Ehren des heiligen Josef      Tonlage E                    Gewicht 1186 kg

Schutzengelglocke                                Tonlage Fis                  Gewicht 813 kg

 

Pfarramt Rotkreuz

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6343 Rotkreuz

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Katholische Kirchgemeinde Risch:

www.kg-risch.ch

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Der St. Nikolaus kommt . . .
St. Nikolaus kommt gerne auch zu Ihnen am: 30. Nov., 1., 2., 3. , 4., 5., und 6. Dez., 17.30–20 Uhr. Anmeldeformulare sind ab
15. Oktober aufgelegt bei: Ref. Kirche, Kath. Kirchen Risch und Rotkreuz, Rathaus Dorfmatt, Raiffeisenbank und Drogerie Schilliger.
Anmeldung
bis 15. November:

Kath. Pfarramt, Kirchweg 5, Rotkreuz oder www.pfarrei-rotkreuz.ch/die-pfarrei/samichlausbesuche
Kontakt:
Urs Egloff, 079 334 83 21

urs.egloff@datazug.ch