Das Kreuz im Chorraum

Der Chorraum unserer Pfarrkirche ist geprägt durch das Kreuz, welches Franz Bucher 1981 gestaltet hat. Bewusst hat er dafür die Grundform des Assisikreuz gewählt, da aus seiner Sicht diese historische Form dem neoromanischen Kirchenraum, sehr entgegenkommt. Speziell am Kreuz ist nicht nur die Form, sondern, dass es aus drei Bildtafeln besteht, die sich dem Kirchenjahr entsprechend auswechseln lassen. Allen drei ist gemeinsam, dass sie einerseits das Karfreitagsgeschehen darstellen und andererseits uns einen Blick auf Ostern hin eröffnen.  

Jesus und die Menschen

Wir beginnen mit dem Menschenkreuz: In diesem Bild wird eindrücklich dargestellt, dass Gottes Sohn wirklich Mensch geworden ist. Christus ist der Urtyp des Menschen. Je mehr wir diesem Abbild entsprechen, umso mehr finden wir uns selber und erkennen wir das Göttlich in uns.
In Christus sollen wir alle eins werden, er verbindet uns untereinander und mit Gott. Die Kreuzigung ist ganz in die Menschheit einbezogen. Wir Menschen sind es, die Christus ans Kreuz geschlagen haben und es noch immer tun. Diese Spirale der Gewalt durchbricht Christus jedoch mit seinem Tod und seiner Auferstehung.
Nicht der Tod und die Gewalt haben das Letze Wort, sondern Gott und die Liebe – und mittendrin wir Menschen.

Jesus am Kreuz, Maria und Johannes

Die zweite Bildtafel unseres Chorkreuzes, ist von allen drei Bildern auf den ersten Blick die klassischste Darstellung der Kreuzigung Jesu. Doch bei genauer Betrachtung sehen wir, dass Jesus nicht als Schmerzensmann am Kreuz abgebildet ist, sondern als Auferstandener. Sein Gesicht ist nicht leidend, viel eher triumphierend, da er Sünde und Tod endgültig besiegt hat. Das Kreuz selber ist in den Boden gerammt. Es steht fest und unverrückbar da und weisst uns darauf hin, dass der Tod Jesu am Kreuz das bleibende und unverrückbare Erlösungsopfer für alle Menschen ist. Christus ist am dritten Tage auferstanden. Er lebt! Damit hat er Sünde und Tod und alles Dunkel der Welt endgültig besiegt. Maria und Johannes stehen stellvertretend für die ganze Menschheit unter dem Kreuz. Sie sind in enger Beziehung zu Jesus und zueinander. Sie blicken aber auch auf uns. Damit bringt Franz Bucher zum Ausdruck, dass wir ebenfalls hineingenommen sind in die neue Gemeinschaft des Lebens.

Jesus am Kreuz, ganz alleine

Auf der dritten Bildtafel unseres Chorkreuzes, ist der leidende Christus dargestellt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Bildern, ist Jesus ganz alleine dargestellt. Seine Gesichtszüge sind fast nicht zu erkennen, sein Antlitz ist entstellt: ein Zeichen seines unermesslichen Leidens und bitteren Sterbens am Kreuz. Und doch lässt Franz Bucher auch auf diesem Karfreitagsbild, bereits Ostern durchscheinen. Jesus besiegt das Kreuz. Die Kreuzbalken sind zerstört, beidseitig aufgerissen werden sie sowohl zum Siegeszeichen (V=Victory), wie zum nach oben offen Kelch. Christus ersteht aus Leiden und Tod - als Erlöser der Welt. Das Kreuz selber ist nicht mehr unverrückbar und fest in die Erde gerammt, sondern scheint regelrecht über der Erde zu schweben. Die ganze Erde wird zum Kreuz und aus dem Kreuz erwächst dem ganzen Universum Erlösung. Die Nacht vergeht. Der Tag bricht an. Das Dunkel des Todes wird durch Christus, dem wahren Licht, überwunden. Auch im Dunkel der Nacht, „habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16.33).

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