XV. Kreuzwegstation

Nachdem die drei Bildtafeln unsers Chorkreuzes in den letzten Wochen im Mittelpunkt standen, ist es mir ein Anliegen auch noch die XV. Kreuzwegstation zu thematisieren. Bekanntlich war es Franz Bucher schon bei der Gestaltung der drei Kreuztafeln wichtig, nicht nur das Karfreitagsgeschehen darzustellen, sondern im Kreuz bereits Ostern durchscheinen zu lassen. Diesen Gedanken führte er auch beim Kreuzweg konsequent weiter, indem er eine fünfzehnte Station anfügte.  Sie zeigt den Auferstanden Christus, der die Dimensionen von Raum und Zeit hinter sich gelassen hat. Was den Rahmen unseres menschlichen Denkens sprengt, dargestellt in Christus, der aus dem Bild herausgetreten ist. Auch wenn er über der Welt schwebt, so ist er ihr nicht entrückt, sondern uns nahe und das Bindeglied zwischen der irdischen und überirischen Welt. Mit seinen offenen Armen lädt er uns ein, teilzuhaben an der Neuschöpfung Gottes. Durch die Taufe haben auch wir Anteil an dieser neuen Schöpfung und sollen wir als „neue Menschen“ leben (Röm 6,3-4.8). Christus will uns dazu bestärken, ganz besonders durch den Empfang der Eucharistie. Darum bilden die XV Kreuzwegstation und der Tabernakel eine Einheit.

UNSERE LIEBE FRAU VOM

ROSENKRANZ
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